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Aktuelles

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13.02.12 - Der 21. Spieltag: Es wird immer enger - oben, unten, überall!

Bittere Niederlagen: Johannes Flum erwischte es in Wolfsburg, Benedikt Höwedes in Mönchengladbach.

Die Liga entwickelt sich zur Drei-Klassen-Gesellschaft. Da sind zunächst die vier Klubs an der Spitze, die "Big Four" der Liga: Dortmund, Bayern, Mönchengladbach und Schalke. Die Königsblauen liegen mit 41 Punkten auf Rang vier, damit bereits acht Zähler vor dem SV Werder Bremen, der die Klubs anführt, die sich Hoffnungen auf das internationale Geschäft machen.

Da scheinen hinter Werder aktuell Leverkusen und Hannover die besten Karten zu besitzen, allerdings ist der Vorsprung auf die sich langsam heran schleichenden Wolfsburger, Stuttgarter oder Hamburger nicht wirklich komfortabel.

Wo die Abstiegszone beginnt, darüber lässt sich streiten. Tatsache ist, dass Klubs wie Köln, Mainz und Nürnberg den 16., Kaiserslautern, auf Distanz halten, Nürnberg und Hertha aber nicht. Augsburg und Freiburg, die beiden unter dem Strich, können immerhin darauf verweisen, dass bei optimalem Verlauf bereits ein Sieg langen würde, um die Abstiegsränge zu verlassen.

Wie schwer dies freilich ist, erfuhren die beiden Kellerkinder am Wochenende. Freiburg spielte gut mit beim VfL Wolfsburg, glich zweimal einen Rückstand aus (Johannes Flum erzielte den 1:1-Ausgleich) und ging am Ende doch mit leeren Händen auf den Rückweg - 2:3.

Augsburg verpasste gegen den 1. FC Nürnberg beim 0:0 im Heimspiel den Befreiungsschlag und bleibt unten kleben. Wie man sich erfolgreich aus der Abstiegszone heraus punktet, zeigt aktuell der Hamburger SV. Mit viel Geduld lief die Truppe um Mladen Petric und Dennis Diekmeier lange Zeit gegen einen defensiv diszipliniert spielenden 1. FC Köln an, ehe der kroatische Nationalspieler zwei Minuten vor dem Abpfiff für Paolo Guerrero auflegte, der zum 1:0 traf. Ein Schock für Sascha Riether und seine Kollegen, die mit einem Sieg auf Rang acht hätten steigen können.

Von dem ist der FSV Mainz ein Stückchen entfernt, was auch daran liegt, dass die Truppe um Eugen Polanski kurz vor Schluss gegen Lars Stindls Hannoveraner den Ausgleich durch Sobiech kassierte. Polanski hatte mit einem raffinierten Steilpass die Führung durch Zidan vorbereitet. 

Einen "Wahnsinnsabend" genoss einmal mehr Marco Reus in Mönchengladbach. Die Borussen deklassierten den FC Schalke mit 3:0 und beherrschten den Gegner derart, dass 04-Kapitän Benedikt Höwedes nach dem Schlusspfiff frustriert zugab: "Das war einer Schalker Mannschaft unwürdig!" Bei den Borussen stellt sich die Frage, wen man zuerst loben soll. Die Abwehr, die gegen Raul, Farfan, Obasi, Jurado und Huntelaar keine einzige Torchance zuließ? Oder die Offensive, die Schalke durcheinander wirbelte wie ein Taifun? Marco machte mal wieder den Anfang, traf bereits nach zwei Minuten und legte damit den Grundstein für den grandiosen Abend, Hanke und Arango erzielte die weiteren Treffer. Ach ja, in Sachen Meisterschaft bleibt alles wie gehabt. Auch hier gibt Marco den Ton an: "Wir denken nur von Spiel zu Spiel." Gut so!

Überzeugend präsentierte sich auch der FC Bayern, dessen Sieg gegen Kaiserslautern (mit Richard Sukuta-Pasu und Kevin Trapp in der Startformation, Oli Kirch saß auf der Bank) leicht höher hätte ausfallen können als 2:0. Toni Kroos überzeugte im offensiven Mittelfeld und bereitete das 2:0 durch Thomas Müller mit einem präzisen Freistoß vor. Gomez hatte für die Führung gesorgt, mit der bereits nach sechs Minuten den "Roten Teufeln" der Zahn gezogen wurde. Trainer Marco Kurz bekannte anschließend frustriert: "Wir waren chancenlos!"

Dies passte auch auf Bayer Leverkusen. Zwar verlor der Vizemeister "nur" mit dem knappsten aller Ergebnisse beim Meister in Dortmund, doch dieses 1:0 gibt nicht annähernd Aufschluss über die Überlegenheit des BVB. Bayer hatte lediglich eine Torchance in 90 Minuten, Stefan Reinartz konnte im defensiven Mittelfeld nicht so viele Löcher stopfen, wie sich auftaten, Pech hatte Basti Oczipka, der vor dem Tor Kagawa im Strafraum nicht stoppen konnte. Bei den Dortmundern fehlte Mario Götze, der wegen seiner Schambeinentzündung noch zwei Wochen absolute Ruhe halten muss, ehe er in das Aufbautraining einsteigen kann.